EINFÜHRUNG

Da die beiden Gastgeber Österreich und Schweiz für die Endrunde der UEFA EURO 2008™ gesetzt waren, blieben für die restlichen Teams noch 14 freie Plätze übrig.

Einfacher Plan
Es wurden in der Qualifikation sieben Gruppen gebildet, aus denen sich die jeweils zwei besten Mannschaften für die Endrunde qualifizieren konnten, Play-offs waren nicht nötig. Während das Qualifikations-System also völlig unkompliziert war, hatten so manche Favoriten große Probleme in ihrer jeweiligen Gruppe. Selbst Titelverteidiger Griechenland, das letztendlich mit unerreichten 31 Punkten den Sprung zur Endrunde schaffte, musste auf dem Weg in die Alpenrepubliken eine der bittersten Niederlagen seiner Geschichte hinnehmen.

Bittere Pleite
Nach dem Verpassen der FIFA-WM 2006 stand Trainer Otto Rehhagel trotz seines Triumphes bei der UEFA EURO 2004™ gehörig unter Druck, die Qualifikation für die Endrunde 2008 war ein absolutes Muss für das Team. Doch nach einer 1:4-Heimniederlage gegen den Erzrivalen Türkei war die Stimmung im Lande denkbar schlecht. "Obwohl wir früh in Führung gegangen sind, konnten wir das Tempo der Türken nicht mithalten, sie dagegen wurden von Minute zu Minute besser", resümierte Rehhagel. "Am Ende war ihr Sieg hier hoch verdient."

Englands Schande
Es sollte jedoch der einzige Ausrutscher der Griechen bleiben, während die Türken ihr Ticket als Gruppenzweiter erst am letzten Spieltag buchen konnten. Gleiches gilt nicht für England, das wieder einmal seine Fans in ein Wellenbad der Gefühle stürzte. Aufgrund eines unerwarteten Sieges von Israel gegen Russland winkte den Engländern doch noch ein Happyend in der Gruppe E.

Russland im Nacken
England hatte einige bittere Nackenschläge im Verlauf der Qualifikation hinnehmen müssen, so gab es gegen die EJR Mazedonien vor eigenen Fans nur ein 0:0, gefolgt von einer 0:2-Pleite in Kroatien. Nach einem 3:0-Heimsieg gegen Mitkonkurrent Russland setzte es prompt in Moskau im Rückspiel eine 1:2-Niederlage, zu der Roman Pavlyuchenko beide Treffer der Russen beisteuerte. Die hatten es nun in ihren beiden letzten Spielen in Israel und Andorra selbst in der Hand, sich das Endrunden-Ticket zu sichern.

Hiddink geschockt
Doch durch ein spätes Tor von Omer Golan verloren die Russen in Tel Aviv gegen Israel mit 1:2, nun lag der Vorteil wieder beim Team von Steve McClaren. England benötigte im letzten Spiel im heimischen Wembley-Stadion gegen Kroatien nur ein Remis, um sich zu qualifizieren. Doch während die Engländer gegen die schon qualifizierten Kroaten mit 2:3 verloren, zitterte sich Russland zu einem 1:0-Sieg gegen Andorra und damit zur Endrunde. "Ich hätte nie gedacht, dass es so enden würde", sagte Russlands Trainer Guus Hiddink, und sprach damit Fans in beiden Ländern aus dem Herzen.

Fandel attackiert
Aber es gab auch andere denkwürdige Spiele in der Qualifikation. So zum Beispiel die Partie zwischen Dänemark und Schweden, die beim Stande von 3:3 abgebrochen werden musste. Nach einer Roten Karte für einen dänischen Spieler und einem Elfmeter für Schweden attackierte ein Zuschauer Schiedsrichter Herbert Fandel, der beide Teams anschließend sofort in die Kabinen bat. Lars Lagerbäcks Mannschaft wurde nachträglich zum 3:0-Sieger erklärt. Beim Spiel zwischen Finnland und Belgien sorgte eine Eule minutenlang für Aufregung, als sie immer wieder über den Rasen des Olympiastadions von Helsinki strich, sich kurz auf dem Querbalken eines Tores niederließ, ehe sie - offenbar vom Geschehen gelangweilt - weiter ihres Weges zog.

Torjäger

13David Healy - Nordirland
10Eduardo da Silva - Kroatien
9Euzebiusz Smolarek - Polen
8Cristiano Ronaldo - Portugal
8Lukas Podolski - Deutschland
7Steffen Iversen - Norwegen
7Mladen Petrić - Kroatien
7Jon Dahl Tomasson - Dänemark
7David Villa - Spanien
7Nikola Žigić - Serbien